Der Sir Aramis Blog

Die Renaissance der Strickkrawatte

Einst gehörte sie in den Kleiderschrank eines jeden Herren, doch dann geriet sie in Vergessenheit. Die Rede ist von der Strickkrawatte. Ihre grobe Oberfläche und ihr markantes Erscheinungsbild waren lange Zeit nur selten zu erspähen. Doch dies wandelt sich in den letzten Jahren so langsam. Wer auf den Halsschmuck der Männer achtet, wird die Strickkrawatte immer öfter entdecken. 

Nur ein Beispiel ist der Entertainer und Moderator Kai Pflaume, der sich am 25.04.2015 in der ARD mit einer braunen Strickkrawatte und einem darauf abgestimmten Einstecktuch präsentierte.

Moderator Kai Pflaume mit einer braunen Strickkrawatte am 25.04.2015 bei der ARD-Show "Klein gegen Groß"

Im Jahr 2014 verriet auch Deutschlands Herren-Modeexperte Nummer 1 Bernhard Rötzel im Interview mit der Süddeutschen Zeitung: "Es darf auch mal eine Strick- oder Wollkrawatte sein. Gerade bei einfarbigen Exemplaren wirke das sehr elegant, aber schaffe trotzdem Abwechslung."

Stilexperte Bernhard Rötzel mit einer blauen Strickkrawatte, Foto: Erill Fritz

Aber die Strickkrawatte findet nicht nur bei der Generation Kai Pflaume und Bernhard Rötzel gefallen: Die App Mr. Noble, die 2014 das Licht der Welt erblickte, hat der Strickkrawatte ein eigenes Kapitel gewidmet:

Screenshot aus der Lifestyle-App "Mr. Noble"

Nun ist dies erstmal nur ein Gefühl der Renaissance der Strickkrawatte, welches natürlich subjektiv beeinflusst sein kann. Aber was sagt die Statistik? Auf google-trends kann man sich anzeigen lassen, wie oft ein Schlagwort in der letzten Zeit gesucht wurde:

Google-Suche nach dem englischen Begriff für Strickkrawatte: "Knitting Tie": Ein klarer Trend nach oben.

Wer sich jetzt innerlich freut und an seine vergilbte Strickkrawatte aus den 70er Jahren denkt, die die letzten vier Jahrzehnte hinten im Kleiderschrank überdauert hat, sollte noch einmal kurz inne halten. Die heutigen Strickkrawatten haben außer der Form nichts mehr mit den Schläuchen aus Plastik gemeinsam, die früher mal die verrauchten Chefetagen dominierten.

Heute handelt es sich um ein Hightech-Naturprodukt: Kilometerlange Seidenfäden werden hunderte Male zu einem dicken festen Seidengarn verwoben, aus dem mit viel Handarbeit dann dieses edle Herren-Accessoire entsteht. In diesem Sinne ist es viel mehr eine optische Renaissance, denn das Produkt ist nicht mehr das gleiche.

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Das neue Logo von Sir Aramis

Diese Entstehung des neuen Logos beginnt mit der Geschichte von Sir Aramis selbst. Als die Idee für einen Onlineshop geboren wurde musste ein Logo her. Da der Erfolg dieser Unternehmung noch ungewiss war, musste es schnell und günstig werden. So kam es zu dem Logo, welches Sir Aramis das erste knappe Jahr begleitet hat (gerechnet von der Gründung im April 2014).

Aber ein halbes Jahr nach dem Launch der Website, wollte das ursprünglich gewählte Logo nicht mehr so richtig zu den Produkten passen. So fiel im Februar 2015 die Entscheidung für ein neues Design, das zum einen die Handarbeit der Produkte und zum anderen die Freude an hochwertigen Accessoires verkörpert.

Am 10. März startete der Online-Wettbewerb für ein neues Design unter dem Titel „Create a new logo for a Fashion Ecommerce-Store selling Men-Accessoires!“. In der ersten Phase des Wettbewerbs brachten 53 Designer aus der ganzen Welt 206 Designs ein. Diese große Auswahl ermöglichte es, in viele verschiedene Richtungen zu denken. Nach vier Tagen standen die sechs Finalisten fest und weitere 15 Designs später auch der Sieger: Der Teilnehmer mit dem Pseudonym „jimmdesign“.

Andere eingereichte Design-Entwürfe, zu sehen auf der Seite von 99design.de

Sein Entwurf (und das spätere Logo) symbolisiert, wie kein anderes die Marke Sir Aramis: Die Nadeln stehen stellvertretend für die Handarbeit, die in unseren Produkten steckt und die den Hauptteil der Wertschöpfungskette der Accessoires ausmacht. Die Nadeln durchziehen eine Krone, die das überlegene Design symbolisiert, an dessen Anspruch sich alle Produkte messen müssen. Am oberen Ende des Logos kreuzen sich die (drei) Nadeln, was schlussendlich eine Anspielung auf den Roman „Die drei Musketiere“ ist und damit auf den adligen Franzosen Aramis, der die Grundlage für die Romanfigur von Alexandre Dumas darstellt.

Das neue Logo von Sir Aramis, erstellt von jimmdesign

Mit diesem tollen Logo soll die Erfolgsgeschichte von Sir Aramis weitergehen. Vieles ist in den letzten Monaten passiert, sehr viel mehr wird noch passieren. Ein großes Dankeschön geht schon jetzt an die tollen Kunden, die dies alles bisher möglich gemacht haben und die zukünftigen Kunden, die das Unternehmen Sir Aramis durch ihren Einkauf unterstützen werden.

Ein schöner Abschluss dieses Blogposts ist die reale Person hinter dem Pseudonym „jimmdesign“: Wie die Accessoires von Sir Aramis kommt auch Florin Ungoreanu aus Europa. Der 36-jährige Designer aus Rumänien verstand schnell, worauf es bei Sir Aramis ankommt und reichte gleich mehrere tolle Ideen beim Wettbewerb ein.

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Die Entstehung der Sir Aramis Socken

Socken aus deutscher Produktion. Es gibt nur noch wenige Manufakturen in Deutschland die das alte Handwerk der Sockenproduktion noch beherrschen. Eine der Besten ist die Manufaktur, die im Auftrag von Sir Aramis Businesssocken aus Merinowolle fertigt.

Beim Besuch unseres Herstellers im Norden Deutschlands haben wir uns zeigen lassen, wie genau unsere Socken hergestellt werden und möchten diese Erfahrung mit Ihnen teilen.

Die Produktion der Socken beginnt wie die der Strickkrawatte: Mit dem Garn. Die Naturfaser, in diesem Fall nicht Seide sondern Merinowolle, wird auf Spulen in die Strickmaschine eingeführt.

Aus der Merinowolle wird dann, ähnlich dem Rundstrickverfahren der Strickkrawatte, ein endlos-Schlauch gestrickt, die spätere Socke.

Anschließend wird dieser endlos-Schlauch per Hand getrennt und von den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen auf mögliche Fehler kontrolliert.

Damit aus dem Schlauch eine Socke werden kann muss das Ende verschlossen werden. Dies geschieht erneut von Hand und wird im Fachjargon als handgekettelte Spitze bezeichnet. Hierbei ist es wichtig, dass die Naht flach genäht wird und gerade verläuft, alle Maschen miteinander verbunden werden und die Spitze dabei dehnfähig bleibt damit sie nicht aufreißt.

Damit die Socke ihre endgültige Form bekommt, wird sie über Metallformen gezogen und mit heißem Dampf behandelt. Abschließend wird nochmals die Qualität überprüft und das Etikett angebracht, bevor sie dann zum Endkunden verschickt wird.

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Die Seide - Vom Feld bis in die Strickkrawatte

Nachdem sich der erste Beitrag mit der Strickkrawatte im Allgemeinen und der zweite mit der Produktion der Strickkrawatte beschäftigt haben, geht es in diesem Beitrag um den Weg der Seide vom Feld bis in die Strickkrawatte. Wir beginnen mit dem Rohstoff, der Rohseide, und verfolgen den Produktionsweg bis zur fertigen Strickkrawatte.

Angebaut wird die Seide in China, wo die Maulbeerseidenraupe ihren Kokon aus einem 50 Kilometer langem und 12-25 Mikrometer dünnen Seidenfaden spinnt. Die Rohseide wird nach der Ernte zunächst gewaschen und getrocknet. Die Seide, aus der später unsere Strickkrawatten entstehen, wird im Anschluss nach Italien, genauer in Europas-Seidenhochburg Como, transportiert. (Hier werden unter anderem auch die Seiden-Einstecktücher von Sir Aramis produziert)

Rohseide, vor der Weiterverarbeitung

Die Seide für die Strickkrawatten wird hier aber lediglich weiterverarbeitet. Zunächst wird die Rohseide gefärbt, natürlich nur mit hautverträglichen und umweltschonenden Farben. Anschließend werden die einzelnen Seidenfäden verzwirnt. Aus 20 einzelnen Fäden wird ein Seidenstrang.

Dieser tritt dann seine Reise aus Italien nach Krefeld an. Bevor er aber zu einer Strickkrawatte verarbeitet werden kann wird er abermals verzwirnt. Aus acht Seidensträngen entsteht wiederum ein einzelner Seidenstrang.

Der Seidenstrick, aus dem die Strickkrawatte produziert wird besteht somit aus 160 einzelnen Seidenfäden. Dieser wird dann in die Maschinen eingeführt und entweder im Rund- oder im Plattstrickverfahren zur Strickkrawatte verarbeitet. Näheres dazu finden Sie im Blog-Beitrag „Die Produktion einer Strickkrawatte".

Gefärbte und verzwirnte Seide, bevor sie zur Strickkrawatte verarbeitet wird

Gefärbte und verzwirnte Seide vor der Verarbeitung zur Strickkrawatte

Am Ende enthält jede Strickkrawatte die im Rundstrickverfahren hergestellt wurde etwa 60 Gramm reine Seide. Diese große Menge hochwertiger Seide ist der Hauptgrund, warum die Seiden-Strickkrawatte ein so hochwertiges Herrenaccessoire ist.

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Das war das Jahr 2014: Ein Rückblick

Jede Tradition hat einmal als Neuheit begonnen …

Alles begann mit einem Gedanken, einer Idee, einem Traum - und mit viel harter Arbeit, Glück und Unterstützung wurde diese Idee Realität. Sie liegt nun ein knappes Jahr zurück. Zeit, einmal auf das Jahr 2014 zurückzublicken:

Es war Anfang 2014 als ich mich fragte, wie es zu dieser paradoxen Situation kommen konnte: Wir haben heute mehr Auswahl als je zuvor und dennoch ist es mir nicht möglich, hochwertige Produkte aus europäischen Manufakturen im Internet zu bekommen.

Ich recherchierte und stellte fest, dass es noch immer Manufakturen für Herren-Accessoires in Deutschland gibt: Mal in alten Backstein-Hallen, mal in kleinen Fabriken auf dem Lande. Nur hatte sich noch keine gewagt das Internet als Absatzkanal zu nutzen: „Unsere Zielgruppe möchte nicht online kaufen“ war etwas, was ich öfter hörte. Ich aber war anderer Meinung und entschied mich, das Risiko einzugehen und meine Meinung zu überprüfen.

So gründete ich im April 2014 die Sir Aramis UG. Als die Manufakturen merkten, dass ich es ernst meinte, erfuhr ich viel Unterstützung. Von Beratung beim Einkauf, günstige Zahlungsbedingungen oder Hilfe bei der Erstellung des Konfigurators. Wären die Inhaber der Manufakturen nicht so aufgeschlossen gewesen, wäre das Unterfangen mit Sicherheit nicht so schnell voran geschritten.

Aber auch mein persönliches Umfeld unterstützte mich sehr. Ob bei der Programmierung der Homepage, dem Erstellen der Fotos oder beratend bei allen dringenden Fragen einer Unternehmensgründung. Insbesondere in der Anfangszeit war diese Unterstützung von unschätzbarem Wert.

Dank dieser tollen Hilfe konnte ich am 25.09.2014 mein Unternehmen offiziell vorstellen. In diesem Moment fiel die ganze Anspannung ab, denn die Kritiken waren durchweg positiv. Ob von Freunden, Kunden, der Presse, den Produzenten oder einfach von Fremden, die über die Website stolperten: Von allen Seiter erfuhr ich viel Zuspruch und mit diesem gehe ich gestärkt in das Jahr 2015.

In diesem Jahr wird das Angebot an Strickkrawatten stark ausgebaut und sollten die Gespräche mit dem Zulieferer gut verlaufen, werden auch Fliegen ihren Weg ins Sortiment finden, natürlich nur aus reiner Seide und zum Selberbinden.

Zu guter Letzt möchte ich noch den Kunden danken, die Sir Aramis bisher mit Ihrem Einkauf unterstützt haben: Sie sind der Grund, dass es diese Website gibt und euer Einkauf ist die Motivation, diese weiter voran zu treiben. Dankeschön!

Ich hoffe, dass dies der erste, von vielen Jahresrückblicken wird und freue mich auf ein spannendes Jahr 2015!

Jan-lasse Schumacher

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Die Krawatte

Nachdem wir uns bereits ausführlich der Strickkrawatte gewidmet haben, wollen wir uns nun der klassischen Krawatte zuwenden.

Definition:

... aus Stoff hergestelltes, etwa streifenförmiges, schmückendes Teil besonders der Herrenkleidung, das unter dem Hemdkragen um den Hals gelegt und vorne in der Weise zu einem Knoten gebunden wird, dass das breitere Ende länger herunterhängt. [Quelle: DUDEN]

Geschichte:

Die Geschichte der Krawatte reicht, wie die vieler Herren-Accessoires, weit zurück. Einer Legende zufolge bis in das Jahr 1663, als dem König Ludwig dem XIV bei einer Truppenparade der Halsschmuck kroatischer Reiter auffiel. Der Legende zufolge war es ein Stück Stoff welches um den Hals getragen und am Kragen zusammen gebunden wurde. Das Ende soll, ähnlich wie die heutige Krawatte, über die Brust gehangen habe. Angetan von dieser frühen Form der Krawatte übernahm König Ludwig dieses Accessoire kurzerhand und verbreitete es so innerhalb des Adels.

Alternative Bezeichnungen für die Krawatte sind Cravate (französisch), Kravata (kroatisch) oder auch Schlips und Langbinder.

Bestandteile:

Ganz allgemein ist bei der Krawatte zwischen dem Innenfutter und der Außenhaut zu unterscheiden. Hochwertige Krawatten zeichnen sich durch ein robustes Baumwoll-Innenfutter und einer edlen Seiden-Außenhaut aus. Das Innenfutter wird heutzutage ausgestanzt. Die Stanzform bestimmt schon in diesem frühen Fertigungsschritt die Breite der Krawatte. Die Außenhaut wird aus langen Seidenbahnen geschnitten. Bei gemusterter Seide ist die richtige Anordnung der Muster auf der Krawatte eine Herausforderung, wofür es viel Erfahrung bedarf.

Den genauen Fertigungsprozess werden wir bei einem Besuch in unserer Krawatten-Manufaktur bebildern und in einem separaten Beitrag ausführen.

Die Krawatte binden:

Diesem Thema haben sich bereits viele Experten gewidmet, auf die ich an dieser Stelle gerne verweise. Unten ist ein YouTube Video eingefügt, welches das Binden des einfachen Krawattenknotens zeigt. 

Wer einen wirklich ausgefallenen Knoten binden möchte, dem ist der Trinity Knoten ans Herz zu legen. Dieser ist zwar aufwendiger zu binden, als die klassischen Knoten, sorgt aber für deutlich mehr Aufmerksamkeit. 

Wie lang soll die Krawatte sein?

Die schönste Krawatte und der eleganteste Knoten werden zunichte gemacht, wenn die Krawatte nicht die richtige Länge hat: Wenn der Träger gerade steht, sollte die untere Spitze der Krawatte mit dem oberen Ende der Gürtelschnalle abschließen. Eine Krawatte die schon beim Bauchnabel aufhört ist ebenso störend wie eine, die über die Gürtelschnalle ragt.

Für besonders große Krawattenträger gibt es bei den meisten Krawatten-Designs eine Überlänge. Diese können Sie bei Sir Aramis unter kontakt@siraramis.com anfragen.

Krawattenbreite:

Bei der Breite der Krawatte kommt es wieder völlig auf den eigenen Geschmack an. Manche bevorzugen eher eine schmale Krawatte, die häufig sportlicher wirkt. Andere mögen es lieber ein wenig förmlicher und präferieren eine breite Krawatte. Wenn Mann sich für eine breite entscheidet, sollte er daher auch immer berücksichtigen, in welchem Kontext er diese tragen möchte.

Am wichtigsten ist aber auch hier wieder, dass man sich wohl fühlt. In der TV-Serie "Suits" symbolisiert die Krawattenbreite übrigens die Hierarchie in der Anwaltskanzlei.

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Die Produktion der Sir Aramis Strickkrawatte

Eine geographische Nähe zur Produktionsstätte erleichtert nicht nur die Logistik, senkt die Emissionen und sorgt für ein gutes Gewissen aufgrund von vorbildlichen Produktionsstandards, sondern sie gibt auch die Möglichkeit sich den Produktionsprozess mal genau anzuschauen. Dies lohnt sich insbesondere bei der Produktion der Strickkrawatte. Zum einen gehört diese zu den edelsten Accessoires im Sortiment von Sir Aramis und zum anderen wird sie mit viel Handarbeit gefertigt, wodurch jedes Exemplar zum Einzelstück wird.

Bei einem Besuch der Manufaktur haben wir diesen Produktionsprozess mit Fotos genau dokumentiert:

Alles beginnt mit einer Kordel Seidengarn. Hier trennen sich auch schon die Wege, denn es gibt zwei unterschiedliche Produktionsverfahren: Das Plattstrickverfahren und das Rundstrickverfahren.

Beim Plattstrickverfahren wird eine flache, endlose Bahn Seide gestrickt. Die Hersteller der Strickmaschinen gibt es schon lange nicht mehr, aber unter den alten Gehäusen aus Gusseisen versteckt sich Hightech. Hier trifft museumsreife Schale auf computergesteuerten Kern. Dank ständiger Investitionen in den Maschinenpark konnte der Produktionsstandort Deutschland erhalten bleiben.

Anschließend wird die endlose Bahn in 'Krawattenlänge' unterteilt und längs verschlossen. So bekommen die Strickkrawatten aus dem Plattstrickverfahren ihre 'Schlauchform'. Gleichzeitig erklärt dieser Arbeitsschritt einen kleinen aber feinen Unterschied zwischen den Produktionsarten: Eine Naht an der Rückseite der plattgestrickten Krawatten.

Im Anschluss werden die Strickkrawatten unter Spannung auf Holzbretter gezogen um die Seide in Form zu bringen. Ohne diesen Arbeitsschritt würde sich die Krawatten kräuseln oder schief herunter hängen. Sobald die Seide die neue Form angenommen hat, werden die Bretter wieder entfernt.

Die Strickkrawatten, welche im Rundstrickverfahren gefertigt werden, erhalten automatisch die richtige Form. Ähnliche Maschinen haben wir gesehen, als wir die Manufaktur für unsere Socken besucht haben. Allerdings wird hier keine Wolle verarbeitet sondern Seide.

Auch hier entsteht zunächst eine endlos-Krawatte, welche dann von Hand getrennt werden muss. Anschließend werden die Enden von Mitarbeitern verschlossen.

Der letzte Arbeitsschritt ist bei beiden Produktionsverfahren wiederum identisch: Nach einer sorgsamen Qualitätskontrolle wird das Label eingenäht, damit der Kunde auch noch nach Jahren sehen kann, wo seine Krawatte herkommt.

 

Was hier in wenigen Sätzen beschrieben wird ist Ergebnis vieler Jahrzehnte Erfahrung und erfordert ein ständiges Überprüfen der Maschinen und Arbeitsschritte, um die gleichbleibend hohe Qualität zu gewährleisten.

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Der Manschettenknopf

Definition:

... [doppelter] Knopf, mit dem die Manschette geschlossen wird. [Quelle: DUDEN]

Bedeutung:

Der Manschettenknopf ist heutzutage so etwas wie der König unter den Accessoires. Kein anderes Herren-Accessoire strahlt eine vergleichbare Eleganz und Anmut aus. Dabei ist der Manschettenknopf ein Accessoire, welches seine eigentliche Aufgabe überlebt hat.

Geschichte:

Die Geschichte des Manschettenknopfes reicht zurück bis in das 17. Jahrhundert und ist eng mit Geschichte der Hemden verwoben. Einst waren die Manschetten der schweren, langlebigen Hemden der Herren so steif, dass es kein Knopf vermochte, diese zusammen zu halten. Um die steifen Manschetten zusammen zu halten wurden Manschettenknöpfe getragen. Erst später entwickelten sich diese zur modischen Zierde. In der Mitte des 19. Jahrhunderts waren die Manschettenknöpfe fester Bestandteil der gehobenen Herrenmode.

Der Manschettenknoten / die Manschettenkordel:

Eine Sonderform des Manschettenknopfes ist der so genannte Manschettenknoten oder auch Manschettenkordel genannt. Diese farbigen Manschettenknöpfe wirken nicht ganz so offiziell wie ihre Gegenstücke aus Metall und lassen sich außerdem hervorragend kombinieren.

Ein blauer Manschettenknoten von Sir Aramis

Den Manschettenknopf kombinieren:

Einen Manschettenknopf aus Metall stimmt Mann auf seinen Ring / Ehering und auf seine Armbanduhr ab: Goldener Ehering, goldene Armbanduhr, goldener Manschettenknopf oder kein Ring, silberne Armbanduhr und silberner Manschettenknopf. Es gibt auch Manschettenknöpfe in Silber und Gold. Diese sind dann frei kombinierbar. 

Manschettenknoten lassen sich hingegen sehr gut mit anderen Kleidungsstücken, wie beispielsweise dem Hemd, der Krawatte und dem Einstecktuch kombinieren.

Weitere Informationen, Anregungen und tolle Manschettenknöpfe finden Sie auf dem Partner-Blog von Pro-Manschettenknöpfe.de.

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Alle Informationen zur Strickkrawatte

Definition:

Die Unterschiede zwischen einer Strickkrawatte und einer herkömmlichen Krawatte liegen in der Art der Fertigung. Während sich die herkömmliche Krawatte aus Oberstoff (in der Regel Seide) und Futter (in der Regel Baumwolle) zusammensetzt, besteht die Strickkrawatte aus einer einzelnen gestrickten Stoffbahn. Diese besondere Machart bestimmt auch ihre einzigartige Oberfläche und charakteristische Form.

Material :

Die heutigen Strickkrawatten haben in der Regel nichts mehr mit den Kunstfaser-Strickkrawatten aus den 60er Jahren gemeinsam. Während damals mit synthetischen Fasern experimentiert wurde, wird heutzutage in der Regel Wolle, oder bei hochwertigen Strickkrawatten Seide verwendet. 

Da Strickkrawatten kein Futter haben kann jeder die Qualität einer Strickkrawatte leicht selbst überprüfen: Einfach die Krawatte zwischen zwei Fingern reiben. Handelt es sich um eine Krawatte aus hochwertiger Seide, ist ein lautes Knirschen zu hören. Lässt sich die Krawatte hingegen geräuschlos reiben, handelt es sich um ein minderwertigeres Garn.

Seidengarn bevor es verstrickt wird

Produktion

Bei der Strickkrawatte gibt es zwei verschiedene Produktionsverfahren: Zum einen das Plattstrick- und zum anderen das Rundstrickverfahren.

Beim Plattstrickverfahren wird eine flache, endlose Stoffbahn gestrickt, welche erst unterteilt, dann geschlossen und schließlich mithilfe von Brettern in Form gebracht wird. Im Gegensatz dazu wird beim Rundstrickverfahren ein perfekter runder Schlauch gestrickt. Dieser wird dann ebenfalls unterteilt. Da der Schlauch aber nicht mehr geschlossen werden muss, hat die Rundstrickkrawatte an der Rückseite keine längliche Naht.

Schwarze Strickkrawatten, hergestellt im Plattstrickverfahren

Blick von oben: Hier wird eine rote Strickkrawatte im Rundstrickverfahren gerfertigt

Wozu tragen?

Die Strickkrawatte steht schon allein durch Ihre auffällige Oberfläche im Mittelpunkt. Daher sollten Sie sich bei Hemd und Einstecktuch zurück halten. Mit einem unifarbenen Einstecktuch, besser noch einem weißen, sind Sie auf der sicheren Seite.

Die Strickkrawatte binden

Die Strickkrawatte ist in der Regel schmal. Daher eignet sich als Knoten am besten der einfache Four-in-Hand. Ein dickerer Knoten, wie zum Beispiel der Windsor-Knoten sieht klobig aus und passt nicht zur eleganten Form. 

 

Viel Spaß beim Stöbern!

PS: Alle Fotos entstanden bei einer Betriebsbesichtigung in der Manufaktur, die für Sir Aramis produziert.

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Das Einstecktuch

Definition:

... als Schmuck in der äußeren Brusttasche des Herrenjacketts getragenes kleines Tuch, das so gefaltet und eingesteckt ist, dass einige Spitzen davon zu sehen sind. [Quelle: DUDEN]

Material:

Aus welchem Material das Einstecktuch zu sein hat, darüber gibt es unterschiedliche Meinungen. Manche favorisieren Baumwolle, andere Leinen. Bei Sir Aramis sind alle Einstecktücher aus der edelsten, aller Fasern: Seide!

Verarbeitung - handrollierte Kanten:

Bei der Handhabung macht es keinen Unterschied. Allerdings legen Kenner größten Wert auf dieses Detail: Die Kanten müssen handrolliert sein anstatt mit einem Plattsaum. Möchten Sie Eindruck hinterlassen? Dann achten Sie auf dieses Detail. Jeder Kenner wird es bemerken.

Handrollierte Kanten eines Einstecktuchs von Sir Aramis

Wozu tragen?

Zu jedem Anzug und jeder Krawatte gehört das Einstecktuch. Häufig wird es weggelassen, da es vielen Männern als zu förmlich erscheint. Und gerade diesen Irrtum sollten Sie nutzen! Denn ohne Einstecktuch wirkt der Anzug wie eine Wohnung ohne Möbel: Leer und verlassen.

Welche Farbe soll das Einstecktuch haben?

Das Einstecktuch bietet eine hervorragende Möglichkeit Ihren Style zu individualisieren. Sie können die Farben von Hemd und Krawatte aufgreifen und ggf. um eine weitere ergänzen. Wenn Sie Angst haben daneben zu liegen greifen Sie zu einem weißen Einstecktuch. Damit sind Sie immer auf der sicheren Seite, denn ein weißes Einstecktuch passt zu allem.

Alternativ kann das Einstecktuch auch nur auf die Krawatte abgestimmt werden. Hier können beispielsweise die Primärfarbe und Sekundärfarbe vertauscht wiedergegeben werden. Einstecktücher aus exakt dem gleichen Stoff wie dem der Krawatte sind eine neue (deutsche) Eigenheit von der abzuraten ist. Von einem Einstecktuch in genau der Farbe und dem Muster des Hemdes (mit Ausnahme des weißen Einstecktuchs) ist ebenfalls abzuraten, da es bei einem flüchtigen Blick wie ein Loch im Sakko wirkt.

Das Einstecktuch zur Hochzeit tragen:

Ein Sonderfall bei der Wahl des Einstecktuchs ist die Hochzeit. Hier kann der Bräutigam (und natürlich auch die Trauzeugen), als Zeichen der Verbundenheit mit der Braut, das Einstecktuch auf das Brautkleid farbig abstimmen. In der Regel sind dies die Farben Weiß oder Champagner.

Größe:

Die optimale Größe des Einstecktuchs hängt zum einen von der Größe der Brusttasche und zum anderen von der Dicke des Stoffes ab, aus dem das Einstecktuch gefertigt wurde. Das Ziel ist es, dass das Einstecktuch genug Volumen hat um die Brusttasche auszufüllen (es darf sie aber nicht ausbeulen!). Kleine Einstecktücher sind daher meist aus festem Stoff oder gewebter Seide, Größere aus leichtem Stoff, wie beispielsweise bedruckter Seide.

Das Einstecktuch richtig falten:

Es ist fast nicht möglich das Einstecktuch falsch zu falten. Dieses Thema wird in einem anderen Post nochmal separat behandelt, nur so viel: Entweder glatt übereinander falten, so dass es die Brusttasche genau ausfüllt und ein bis zwei Zentimeter hinaus guckt, oder das Einstecktuch platt hinlegen, mittig greifen und aufnehmen, einmal längs umschlagen und es wie eine Blume in die Brusttasche 'stopfen'.

Weitere Informationen zum Tragen von Einstecktüchern finden Sie in den Büchern von Bernhard Roetzel.

 

Viel Spaß beim Kombinieren!

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