Die Produktion der Sir Aramis Strickkrawatte

Eine geographische Nähe zur Produktionsstätte erleichtert nicht nur die Logistik, senkt die Emissionen und sorgt für ein gutes Gewissen aufgrund von vorbildlichen Produktionsstandards, sondern sie gibt auch die Möglichkeit sich den Produktionsprozess mal genau anzuschauen. Dies lohnt sich insbesondere bei der Produktion der Strickkrawatte. Zum einen gehört diese zu den edelsten Accessoires im Sortiment von Sir Aramis und zum anderen wird sie mit viel Handarbeit gefertigt, wodurch jedes Exemplar zum Einzelstück wird.

Bei einem Besuch der Manufaktur haben wir diesen Produktionsprozess mit Fotos genau dokumentiert:

Alles beginnt mit einer Kordel Seidengarn. Hier trennen sich auch schon die Wege, denn es gibt zwei unterschiedliche Produktionsverfahren: Das Plattstrickverfahren und das Rundstrickverfahren.

Beim Plattstrickverfahren wird eine flache, endlose Bahn Seide gestrickt. Die Hersteller der Strickmaschinen gibt es schon lange nicht mehr, aber unter den alten Gehäusen aus Gusseisen versteckt sich Hightech. Hier trifft museumsreife Schale auf computergesteuerten Kern. Dank ständiger Investitionen in den Maschinenpark konnte der Produktionsstandort Deutschland erhalten bleiben.

Anschließend wird die endlose Bahn in 'Krawattenlänge' unterteilt und längs verschlossen. So bekommen die Strickkrawatten aus dem Plattstrickverfahren ihre 'Schlauchform'. Gleichzeitig erklärt dieser Arbeitsschritt einen kleinen aber feinen Unterschied zwischen den Produktionsarten: Eine Naht an der Rückseite der plattgestrickten Krawatten.

Im Anschluss werden die Strickkrawatten unter Spannung auf Holzbretter gezogen um die Seide in Form zu bringen. Ohne diesen Arbeitsschritt würde sich die Krawatten kräuseln oder schief herunter hängen. Sobald die Seide die neue Form angenommen hat, werden die Bretter wieder entfernt.

Die Strickkrawatten, welche im Rundstrickverfahren gefertigt werden, erhalten automatisch die richtige Form. Ähnliche Maschinen haben wir gesehen, als wir die Manufaktur für unsere Socken besucht haben. Allerdings wird hier keine Wolle verarbeitet sondern Seide.

Auch hier entsteht zunächst eine endlos-Krawatte, welche dann von Hand getrennt werden muss. Anschließend werden die Enden von Mitarbeitern verschlossen.

Der letzte Arbeitsschritt ist bei beiden Produktionsverfahren wiederum identisch: Nach einer sorgsamen Qualitätskontrolle wird das Label eingenäht, damit der Kunde auch noch nach Jahren sehen kann, wo seine Krawatte herkommt.

 

Was hier in wenigen Sätzen beschrieben wird ist Ergebnis vieler Jahrzehnte Erfahrung und erfordert ein ständiges Überprüfen der Maschinen und Arbeitsschritte, um die gleichbleibend hohe Qualität zu gewährleisten.



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