Die Krawatte

Nachdem wir uns bereits ausführlich der Strickkrawatte gewidmet haben, wollen wir uns nun der klassischen Krawatte zuwenden.

Definition:

... aus Stoff hergestelltes, etwa streifenförmiges, schmückendes Teil besonders der Herrenkleidung, das unter dem Hemdkragen um den Hals gelegt und vorne in der Weise zu einem Knoten gebunden wird, dass das breitere Ende länger herunterhängt. [Quelle: DUDEN]

Geschichte:

Die Geschichte der Krawatte reicht, wie die vieler Herren-Accessoires, weit zurück. Einer Legende zufolge bis in das Jahr 1663, als dem König Ludwig dem XIV bei einer Truppenparade der Halsschmuck kroatischer Reiter auffiel. Der Legende zufolge war es ein Stück Stoff welches um den Hals getragen und am Kragen zusammen gebunden wurde. Das Ende soll, ähnlich wie die heutige Krawatte, über die Brust gehangen habe. Angetan von dieser frühen Form der Krawatte übernahm König Ludwig dieses Accessoire kurzerhand und verbreitete es so innerhalb des Adels.

Alternative Bezeichnungen für die Krawatte sind Cravate (französisch), Kravata (kroatisch) oder auch Schlips und Langbinder.

Bestandteile:

Ganz allgemein ist bei der Krawatte zwischen dem Innenfutter und der Außenhaut zu unterscheiden. Hochwertige Krawatten zeichnen sich durch ein robustes Baumwoll-Innenfutter und einer edlen Seiden-Außenhaut aus. Das Innenfutter wird heutzutage ausgestanzt. Die Stanzform bestimmt schon in diesem frühen Fertigungsschritt die Breite der Krawatte. Die Außenhaut wird aus langen Seidenbahnen geschnitten. Bei gemusterter Seide ist die richtige Anordnung der Muster auf der Krawatte eine Herausforderung, wofür es viel Erfahrung bedarf.

Den genauen Fertigungsprozess werden wir bei einem Besuch in unserer Krawatten-Manufaktur bebildern und in einem separaten Beitrag ausführen.

Die Krawatte binden:

Diesem Thema haben sich bereits viele Experten gewidmet, auf die ich an dieser Stelle gerne verweise. Unten ist ein YouTube Video eingefügt, welches das Binden des einfachen Krawattenknotens zeigt. 

Wer einen wirklich ausgefallenen Knoten binden möchte, dem ist der Trinity Knoten ans Herz zu legen. Dieser ist zwar aufwendiger zu binden, als die klassischen Knoten, sorgt aber für deutlich mehr Aufmerksamkeit. 

Wie lang soll die Krawatte sein?

Die schönste Krawatte und der eleganteste Knoten werden zunichte gemacht, wenn die Krawatte nicht die richtige Länge hat: Wenn der Träger gerade steht, sollte die untere Spitze der Krawatte mit dem oberen Ende der Gürtelschnalle abschließen. Eine Krawatte die schon beim Bauchnabel aufhört ist ebenso störend wie eine, die über die Gürtelschnalle ragt.

Für besonders große Krawattenträger gibt es bei den meisten Krawatten-Designs eine Überlänge. Diese können Sie bei Sir Aramis unter kontakt@siraramis.com anfragen.

Krawattenbreite:

Bei der Breite der Krawatte kommt es wieder völlig auf den eigenen Geschmack an. Manche bevorzugen eher eine schmale Krawatte, die häufig sportlicher wirkt. Andere mögen es lieber ein wenig förmlicher und präferieren eine breite Krawatte. Wenn Mann sich für eine breite entscheidet, sollte er daher auch immer berücksichtigen, in welchem Kontext er diese tragen möchte.

Am wichtigsten ist aber auch hier wieder, dass man sich wohl fühlt. In der TV-Serie "Suits" symbolisiert die Krawattenbreite übrigens die Hierarchie in der Anwaltskanzlei.



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